Masern

Krankheitsbild, Therapie und Übertragungswege

Masern ist eine durch Viren verursachte weltweit verbreitete Infektionskrankheit, bei der sich etwa 8 bis 10 Tage nach Ansteckung Fieber, Schnupfen, Husten und weiße Flecken am Gaumen einstellen. Wenige Tage später entwickelt sich der typische Hautausschlag, der etwa eine Woche lang bestehen bleibt. Der Krankheitsverlauf ist von Person zu Person unterschiedlich schwer, Komplikationen sind vergleichsweise häufig (z.B. Lungen- oder Mittelohrentzündung, Entzündung des Gehirns).

Eine wirksame Therapie der Virusinfektion steht nicht zur Verfügung; lediglich Antibiotika können bei bakteriellen Folgeinfektionen verabreicht werden.

Masern werden außerordentlich leicht von Mensch zu Mensch übertragen, und zwar hauptsächlich direkt über Sekret-Tröpfchen aus dem Nasen-Rachen-Raum (Sprechen, Husten oder Schnäuzen). 

 

 

Vorbeugung

Es steht ein gut verträglicher Impfstoff zur Verfügung, der als Regel-Impfung für alle Kinder empfohlen ist. Für einen sicheren Impfschutz werden zwei Impfungen benötigt, die ab dem 11. Lebensmonat mit einem Mindestabstand von 4 Wochen verabreicht werden können. 

 

 

gesetzliche Regelungen 

  • Masern unterliegen einer gesetzlichen Meldepflicht nach § 6 und 7 IfSG (siehe Gesetzliche Melde- und Mitteilungspflichten).
  • Personen, die an Masern erkrankt oder krankheitsverdächtig sind, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kindergärten und Schulen) nicht besuchen. Das gleiche gilt zunächst für Personen des gleichen Haushalts (siehe Infektionsschutz in Schulen, Kindergärten etc.
  • Bei Tätigkeiten im Lebensmittelbereich bestehen keine gesetzlichen Einschränkungen.

 

 

weiterführende Informationen

 

 

 

Letzte Aktualisierung: 05.01.2015