HIV - AIDS

HIV-Infektionen, AIDS

HIV-Infektionen sind weltweit verbreitet und kommen auch in Deutschland vor. Jährlich werden hier etwa 3000 HIV-Infektionen erstmals erfasst, so dass von ca. 3000 Neuinfektionen auszugehen ist (detaillierte Zahlen siehe unten: Link zum Robert Koch-Institut)

  

 

Krankheitsbild, Therapie, Übertragungswege

Auslöser sind Viren, die in sämtlichen Körperflüssigkeiten (vor allem Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit) enthalten sind und zu einer Schädigung des Immunsystems führen. Im Verlauf der Infektion kommt es zur AIDS-Erkrankung mit

schweren, so genannten „opportunistischen“ Infektionen durch Bakterien, Einzeller, Pilzen oder Viren

bösartigen Neubildungen des Nervensystems, der Abwehrzellen oder an Haut oder Schleimhäuten

ungewolltem Gewichtsverlust und

Funktionsstörungen des Gehirns.

Inzwischen steht eine Vielzahl von Medikamenten zur Verfügung, die die Vermehrung von HI-Viren im menschlichen Körper verzögern oder gegen die Krankheitsfolgen gerichtet sind. Dadurch kann eine Verzögerung des Krankheitsverlaufs erreicht werden, nicht aber eine Ausheilung.

Eine Übertragung auf gesunde Personen findet in Deutschland vor allem bei sexuellen Kontakten und im Rahmen von Nadel- und Spritzentausch bei Drogenabhängigen statt.  

 

 

Vorbeugung

Impfungen stehen nicht zur Verfügung, so dass risikobewusstes Verhalten unverzichtbar ist. Wichtigste Vorbeugungsmaßnahmen sind die Verwendung von Kondomen und der Gebrauch von Einmalmaterial bei i.v.-Drogenkonsum. 

 

 

AIDS-Aufklärung beim Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt bietet eine kostenlose und anonyme AIDS-Beratung für Betroffene und Interessierte an. In diesem Zusammenhang kann auch ein – ebenfalls kostenloser und anonymer - HIV-Test gemacht werden.
 
 

gesetzliche Regelungen:

  • HIV-Infektionen unterliegen einer gesetzlichen Meldepflicht nach § 7 Abs. 3 IfSG (nichtnamentliche Meldung an das Robert Koch-Institut, siehe Gesetzliche Melde- und Mitteilungspflichten).
  • Für infizierte und erkrankte Personen bestehen normalerweise keine Einschränkungen beim Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen oder bei Tätigkeiten im Lebensmittelbereich.

 

 

Weiterführende Informationen:

 

 

 

Letzte Aktualisierung: 28.11.2012